3-Jahres Programm

Liebe Dharmafreundinnen und -freunde,
für die zukünftige Planung gibt es einige Neuigkeiten aus Halscheid.
Unter der Leitung von Lama Kunga haben in den Jahren zwischen 2003 und 2011 zwei traditionelle Dreijahresklausuren im Retreatzentrum Halscheid stattgefunden. In den letzten drei Jahren folgte das Zentrum dem zeitlichen Ablauf  eines Dreijahresretreats in einer offenen Form. Der spirituelle Leiter des Zentrums, Khenchen Thrangu Rinpoche, gab sein Einverständnis, dass neben langen Retreats auch Kurse und Kurzklausuren stattfinden konnten. Dieser Dreijahreszyklus ist nun zu Ende.

Lama Kunga bedankt sich nun ausdrücklich für die viele Hilfe und Unterstützung durch eine große Zahl von Dharmafreunden, die es möglich machte, dass  dieser Ort der Aktivität S.H.  Karmapas über all die Jahre ein Platz intensiver Dharmapraxis geblieben ist. Diese Tradition  wollen wir auch in der Zukunft in Halscheid kontinuierlich lebendig halten.
Der Besuch S.H. Karmapas im Klausurzentrum hat unermesslichen Segen an diesen Ort gebracht. Dass wir S.H. diesen Ort wie eine Blume darbringen konnten, ist der guten Motivation, dem Eifer und auch der guten Verbindung zwischen Lehrer und Schüler zu verdanken. Es war ein sehr glückliches Zusammentreffen, voll neuer Inspiration und Energie.
Unter der Leitung von Lama Kunga bietet das Retreatzentrum ab 2016 ein neues Dreijahresprogramm an. Geplant ist eine Gruppe, die sieben und acht Teilnehmer umfasst. Dennoch wird das Klausurzentrum den Gegebenheiten in unserer westlichen Welt Rechnung tragen:  Zwar wird die bisherige offene Form aufgeben, aber es wird nach wie vor in Halscheid möglich sein, sich für kürzere Zeitspannen als drei Jahre in Meditationsretreats zurückzuziehen. S.H. Karmapa hat ausdrücklich betont, dass dies im Westen sinnvoll ist.
Lama Kunga bittet euch, die Klausurmöglichkeiten in Halscheid weiter zu unterstützen wie bisher, sei es durch tatkräftige Hilfe oder als Sponsoren, die für das Zentrum spenden oder auch die Teilnehmer fördern, die sich hier für lange Phasen zurückziehen. Die Energie, die wir für die Aktivität S.H. ins Klausurzentrum geben, kommt ohne Zweifel nicht nur uns zu Gute, sondern auch allen Wesen, mit denen wir uns diese Erde teilen.
Am 20. November 2016, einem glückverheißenden Tag, soll die nächste Dreijahresklausur beginnen.
Eure Fragen und Diskussionsbeiträge zu diesem Thema sind herzlich willkommen!
Mit vielen Grüßen…
Lama Kunga und das Halscheid-Team

Hier geht es zur Bankverbindung, falls sie die Retreatler oder das Zentrum mit Spenden unterstützen wollen.

Zeitplan des Dreijahresretreats 2016- 2020, 1. JAHR

* Beginn des Retreats: Sonntag, 20.11.2016

14.30 Uhr Belehrungen zum Dreijahresretreat mit Lama Kunga

* Belehrungen zu den ‚Vorbereitenden Übungen‘ (Ngöndro),

1. Teil: Zuflucht, Bodhicitta und Verbeugungen: Kursleiter: Lama Kunga

Montag, 21.11., 9.30 Uhr- Dienstag 22.11. 2016, nach dem Mittagessen

Kursgebühren: 150 Euro, inkl. Übernachtung und Verpflegung

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* Praxis der ‚Vorbereitenden Übungen'(Ngöndro), 1. Teil:

Montag, 21.11. 2016 – Freitag, 17.2.2017

Der erste Teil, die Zufluchtnahme und die Entwicklung der erleuchteten Geisteshaltung, sind wundervolle und wirksame Methoden, die Fixierung auf unser „Ich“ als Quelle aller leidvollen Zustände zu beruhigen und zu reduzieren.

Mit dem Entschluss, die Erleuchtung zu erlangen, um dadurch allen fühlenden Wesen von Nutzen sein zu können, legen wir eine stabile Grundlage der Ausrichtung auf den Dharma.

Die vielen Verbeugungen, die mit dem ersten Teil der Praxis verbundenen sind, stärken unsere Hingabe und helfen uns, unsere Arroganz zu vermindern, Toleranz zu entwickeln und unsere Herzen zu öffnen.

* Belehrungen zu den ‚Vorbereitenden Übungen‘ (Ngöndro),

2. Teil: Vajrasattva Kursleiter: Lama Kunga

Freitag, 17.2., 19 Uhr – Sonntag, 19.2. 2017, nach dem Mittagessen

Kursgebühren: 150 Euro, inkl. Übernachtung und Verpflegung

* Praxis der ‚Vorbereitenden Übungen'(Ngöndro),

2. Teil: Vajrasattva

Freitag, 17.2.. 2017 – Freitag, 19.5.2017

Der zweite Teil der vorbereitenden Übungen ist die Vajrasattva-Praxis, die unsere inneren Hindernisse, Unklarheiten, Krankheiten, unsere gewohnheitsmäßige Neigung zu schädlichem Verhalten und das dadurch seit vielen Lebenszeiten angehäufte Karma bereinigt. Wir lösen uns von der Tendenz, an negativen Zuständen und Handlungsweisen festzuhalten und schaffen größere Klarheit in unserem Geist.

* Belehrungen zu den ‚Vorbereitenden Übungen‘ (Ngöndro),

3. Teil: Mandala-Darbringung Kursleiter: Lama Kunga

Freitag, 19.5., 19 Uhr – Sonntag, 21.5. 2017, nach dem Mittagessen

Kursgebühren: 150 Euro, inkl. Übernachtung und Verpflegung

* Praxis der ‚Vorbereitenden Übungen'(Ngöndro),

3. Teil: Mandala-Darbringung

Freitag, 19.5. 2017 – Freitag, 23.6.2017

Es folgt als dritter Teil die Praxis der Mandala-Opferung. Diese Opferung unterstützt uns dabei, die gewohnheitsmäßige Neigung zu reduzieren, die uns nach allem greifen lässt, was uns angenehm und anziehend erscheint. Wir bringen das Schönste und Beste in unserer Vorstellung aus vollem, freigebigem Herzen dar, ohne an unserem Besitzdenken festzuhalten. Wir werden offener, großzügiger, zufriedener und sammeln dabei gleichzeitig viel Verdienst und Weisheit an.

* Belehrungen zu den ‚Vorbereitenden Übungen‘ (Ngöndro),

4. Teil: Guruyoga Kursleiter: Lama Kunga

Freitag, 23.6., 19 Uhr – Sonntag, 25.6. 2017, nach dem Mittagessen

Kursgebühren: 150 Euro, inkl. Übernachtung und Verpflegung

* Praxis der ‚Vorbereitenden Übungen'(Ngöndro),

4. Teil: Guruyoga

Freitag, 23.6.17. 2017 – Freitag, 25.8.2017

Der vierte und letzte Teil des Ngöndro ist das Guruyoga.

Wir rufen den Segen der ungebrochenen, authentischen Übertragungslinie wach, unverzichtbarer und lebendiger Teil der Vajrayana-Praxis. Wirkliche Hingabe zu unserem Lehrer, Guru und Meditationsmeister bedeutet, die von ihm übermittelten tiefgründigen und kostbaren Meditationen wertzuschätzen und dankbar zu sein, dass sie uns heute gelehrt werden. Wir verschmelzen unseren Geist mit dem des Lehrers, eine Methode, die uns innewohnenden Qualitäten aufzudecken. zu befreien und zur Reife zu bringen. Damit werden wir viel leichter auf dem Weg voranschreiten.

Die Praxis des Guruyoga

Durch die Praxis des Guruyoga wird die Meditation mit der Inspiration und dem Segen der Meister und Meisterinnen unserer Übermittlungslinie erfüllt. Es ist eine sehr kraftvolle Praxis, die uns mit den bewährten Methoden vertraut macht, die über die Generationen hinweg von Lehrer zu Schüler weitergegeben wurden.

Die Praxis des Guruyoga, die wir während der ‚Vorbereitenden Übungen‘ kennengelernt haben, wird nun vertieft. Der Yogi Milarepa ist überall in Tibet bekannt. Seine Lebensgeschichte ist ein leuchtendes, wohl das eindrucksvollste Beispiel für die Realisierung, die aus der ungeheuren Kraft des Segens erwächst, die durch die Hingabe an den Guru in unsere Praxis fließt. Dieser Segenstrom ist bis heute ungebrochen. Den eigenen Geist mit dem des Gurus zu verbinden, lässt auch in uns seine oder ihre Qualitäten wach werden.

* Belehrungen zum Milarepa-Guruyoga Kursleiter: Lama Kunga

Freitag, 25.8., 19 Uhr – Sonntag, 27.8. 2017, nach dem Mittagessen

Kursgebühren: 150 Euro, inkl. Übernachtung und Verpflegung

* Praxis des Milarepa-Guruyoga

Freitag, 25.8.- Freitag, 22.9.2017

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Jetsün Milarepa hat in seiner Jugend schwere Verbrechen begangen und mit schwarzer Magie einen großen Teil seiner Familie umgebracht, und er wurde von verzweifelter Reue gepackt. Er suchte nach einem Lehrer, der ihm den Weg zeigen konnte, sich aus der Verstrickung des Existenzkreislaufs zu befreien und fand ihn in Marpa.

Marpa behandelte Milarepa mit unvorstellbarer Strenge, bevor er ihm die Meditationsanweisungen gab, die Milarepa sich so sehr wünschte. Durch unerschütterliches Vertrauen in seinen Lehrer und die große Energie, mit der er sich in seine Praxis gab, gelang es Milarepa Erleuchtung in einem Leben zu erlangen. Er ist berühmt für seine spontanen Gesänge, in denen er seiner Realisierung Ausdruck verlieh.

Gebet ernsthafter Verpflichtung

Sohn der Linie von Lord Naropas Weg der Befreiung,

bitte segne diesen Bettler, dass er in Bergklausuren bleibt.

Nicht abgelenkt vom Dämon weltlicher Zerstreuungen

möge sich meditative Konzentration vertiefen.

Ohne sich im Festhalten an Shamatas Teich zu verfangen

Möge Vipashyanas Blüte weit aufspringen.

Ungekünstelt, nicht aufgewühlt von Stress und Spannung,

möge das Laubwerk der Einfachheit sich entfalten.

Ohne den geringsten Zwiespalt in meinem Retreat

möge die Frucht – Erfahrung und Realisierung – zur Reife gelangen.

Mit der Dämonenfamilie machtlos es zu behindern,

möge ich letztendliche Gewissheit erlangen, meinen Geist zu verstehen.

Auf dem Weg der geschickten Mittel, ungetrübt von Zweifel,

möge der Sohn den Weg in die Fußstapfen seines Vaters finden.

Herr voller Mitgefühl, Essenz Akshobhyas,

bitte segne diesen Bettler, dass er in Bergklausuren bleibt.

* Belehrungen zum Karma-Pakshi-Guruyoga Kursleiter: Lama Kunga

Freitag, 22.9., 19 Uhr – Sonntag, 25.9. 2017 nach dem Mittagessen

Kursgebühren: 150 Euro, inkl. Übernachtung und Verpflegung

* Praxis des Karma-Pakshi-Guruyoga

Freitag, 22.9.- Sonntag, 24.09. 2017

Am 22.9. beginnt die Guruyoga-Zeit der Karma-Pakshi-Praxis.

Karma Pakshi

* Belehrungen zur Shamata- (Shine-), Lhagtong- und Mahamudra-Meditation

Kursleiter: Lama Kunga

Freitag, 27.10., 19 Uhr – Sonntag 29.10.2017, nach dem Mittagessen

Kursgebühren: 150 Euro, inkl. Übernachtung und Verpflegung

* Praxis der Shamata- (Shine-) Meditation

Freitag, 27.10. – Montag, 27.11. 2017

* Praxis der Mahamudra-Meditation

Montag, 27.11. – Dienstag, 26.12.2017

Auf dem Weg, die wahre Natur unseres Geistes zu erkennen, „tief, friedvoll und einfach, klar und ungeformt“ (Buddha Shakyamuni), ist die Meditation von Shamata eine unverzichtbare Methode.

Unser Geist tendiert dazu, von einem Gedanken zum anderen, einem Ding zum anderen zu hüpfen, und wir empfinden es als große Herausforderung, mit unserer Aufmerksamkeit bei der Meditation zu bleiben. Eine stabile Grundlage von ruhigem, konzentrierten Verweilen ist enorm hilfreich und unabdingbar, um andere Meditationsmethoden, wie z. B. die Visualisierungen der Erzeugungsstufe zu praktizieren und schließlich die Vollendungsstufe bzw. Mahamudra zu meistern.

Haben wir eine stabile Grundlage von ruhigem, konzentriertem Verweilen erreicht, schreiten wir weiter fort. Wir praktizieren die Meditation von Vipassana, die Einsichtsmeditation und schauen mit verschieden Methoden direkt in unseren Geist, sei er in Ruhe oder bewegt. Dadurch werden wir vorbereitet, schließlich die Vollendungsstufe bzw. Mahamudra meistern zu können.

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